VR-Forschung beschäftigt dem wissenschaftlichen Einsatz von virtueller Realität als Methode und Technologie in Psychologie, Medizin, Neurorehabilitation sowie in weiteren Bereichen der experimentellen und angewandten Forschung. Virtuelle Realität ermöglicht kontrollierte, standardisierte und dennoch hochgradig realitätsnahe Untersuchungsbedingungen, die mit klassischen Labor- oder Fragebogenmethoden nicht erreichbar sind.
In der VR-Forschung werden virtuelle Umgebungen, Simulationen und interaktive Szenarien eingesetzt, um Verhalten, Emotionen, physiologische Reaktionen und kognitive Prozesse präzise zu messen. Dazu zählen unter anderem Annäherungs- und Vermeidungsverhalten, Blick- und Bewegungsmuster, motorische Funktionen sowie neurophysiologische Zustände.
VR bietet dabei die Möglichkeit, komplexe Situationen sicher, wiederholbar und variierbar darzustellen – von sozialen Interaktionen über phobische Situationen bis hin zu neuropsychologischen und trainingsbasierten Paradigmen.
VTplus entwickelt seit vielen Jahren spezialisierte VR-Forschungs- und Therapiesysteme und arbeitet mit führenden wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen. Unter diesem Tag finden Sie Beiträge, Publikationen und Anwendungen aus der empirischen VR-Forschung, der klinischen Evaluation sowie der Entwicklung neuer VR-basierten Methoden.
Auf der Tagung der Gesellschaft für Angstforschung (GAF) am Universitätsklinikum Würzburg führte VTplus ein 3D-Simulationssystem mit Head-Mounted-Display zur Anwendung von virtuellen Welten in der empirischen Forschung vor.
In der Posterpräsentation des wissenschaftlichen Programms wurden unter anderem fünf Studien vorgestellt, für welche virtuelle Welten als Präsentationsmethode mit der von VTplus angebotenen Simulationssoftware verwendet wurden.
Die Universität Würzburg bittet um Teilnahme an einer Umfrage zu einem aktuellen Forschungsthema:
Zum Thema „Sicherheit in Straßentunneln“ möchten wir Sie gerne zu einer interessanten Online-Umfrage einladen. Die Umfrage dauert ca. 10 – 15 Minuten und findet sich hier: https://www.soscisurvey.de/tunnel
Wir würden uns sehr über Ihre Unterstützung freuen! Die Umfrage enthält auch einige Fragen aus der aktuellen theoretischen Führerscheinprüfung. Wer also sein Wissen ein wenig prüfen möchte und noch nicht an unserer Online-Umfrage teilgenommen hat, ist hier goldrichtig.
Wir würden uns natürlich auch freuen, wenn Sie diesen Fragebogen weiterleiten könnten!
Der Fragebogen ist im Rahmen des Forschungsprojektes SKRIBT+ „http://www.skribt.org/“ entstanden. In diesem Projekt untersucht der Lehrstuhl für Psychologie I der Universität Würzburg menschliches Verhalten in Krisensituationen wie zum Beispiel Bränden in Tunneln.
Sollten Sie Fragen zum Projekt oder der Studie haben, können Sie sich gerne an Max Kinateder (max.kinateder@uni-wuerzburg.de) wenden.
Vielen Dank für Ihr Interesse und Grüße, Max Kinateder
Therapie-Forschung der Hochschulambulanz für Psychotherapie der Uni-Würzburg
VR-Flug
Das Training beeinhaltet:
allgemeine Informationen über Fliegen und Angst
eine individuelle Analyse der Flugangst
die Vermittlung von darauf abgestimmten Bewältigungsfertigkeiten
das therapeutische Gespräch
und Übung im Flugsimulator.
Das Flugangsttraining baut auf verhaltenstherapeutischen Konzepten auf, die sich bei der Behandlung von Angststörungen als wirksam erwiesen haben. Ziel ist es, dass die Betroffenen nach individueller Vorbereitung durch einen Psychologen einen Flug unternehmen und die Erfahrung machen, dass Sie gut mit der Angst umgehen können und die befürchteten Konsequenzen nicht eintreten.
Zur Vorbereitung und Planung des Trainings im Flugsimulator bekommen Betroffene ein Informationsheft und einen Fragebogen zugesandt. Mit Hilfe der Broschüre können sie sich neue Informationen zur Angst und zum Fliegen aneignen und sich auf unser Trainingsprogramm vorbereiten. Der Fragebogen wird genutzt, um ein genaues Bild der Flugangst zu erhalten und darauf aufbauend eine möglichst effektive Therapie zu planen.
Das Programm vor Ort dauert einen halben Tag und wird an einem Blocktermin in Würzburg an der Hochschulambulanz durchgeführt. In einem therapeutischen Gespräch werden die Flugangst und mögliche weitere Probleme genauer besprochen. Darauf aufbauend werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie die Betroffenen Ihre individuelle Angst bewältigen können. Diese Strategien werden dann in einem Flugsimulator erprobt und geübt. Dadurch können sie die Flugsituation aus einer neuen Perspektive erleben und lernen, diese Situation immer besser zu bewältigen.
An einem dem Training folgenden Tag wenden die Betroffenen diese Fertigkeiten während eines realen Linienfluges an und machen dadurch die Erfahrung, dass sie gut mit der Angst umgehen können. Dieser Flug wird ohne Therapeut stattfinden, wie dies ja auch bei späteren Flügen der Fall sein wird. Abschließend wird diese neue Erfahrung persönlich ausgewertet.
Weitere Informationen erhalten sie auf den Webseiten der Hochschulambulanz.
Flugangststudien der JMU-Würzburg
Einfluss von visueller Ablenkung auf die Angstreduktion von Flugphobikern während einer Expositionsbehandlung in virtuellen Welten (Brütting, J., 2006)
Einfluss von Aufmerksamkeit und Ablenkung bei der Exposition von flugängstlichen Personen in virtuellen Welten (Weigand, D., 2004)
Kognitive und physiologische Unterschiede zwischen Flugphobikern und Kontrollpersonen bei der Exposition in virtueller Realität (Petrusek, S., 2003)
Mühlberger, A., Weik, A., Pauli, P. & Wiedemann, G. (2006). One-session virtual reality exposure treatment for fear of flying: one year follow-up and graduation flight accompaniment effects. Psychotherapy Research. 16, 26-40.
Mühlberger, A., Petrusek, S., Herrmann, M. J. & Pauli, P. (2005). Biocyberpsychologie: Subjektive und physiologische Reaktionen von Flugphobikern und Gesunden bei Exposition mit virtuellen Flügen [Biocyber psychology: subjective and physiological reactions in flight phobics and normal subjects during flight simulations]. Zeitschrift für Klinische Psychologie und Psychotherapie. 34, 133-143.
Mühlberger, A., Wiedemann, G. & Pauli, P. (2005). Subjective and physiologic reactions of flight phobics during VR exposure and treatment outcome: What adds motion simulation? Annual Review of CyberTherapy and Telemedicine: A decade of VR, 3, 185-192.
Mühlberger, A., Wiedemann, G. and Pauli, P. (2003). Efficacy of a one-session virtual reality exposure treatment for fear of flying. Psychotherapy Research, 13(3), 323-336.
Mühlberger, A., Herrmann, M. J., Wiedemann, G., Ellgring, H. & Pauli, P. (2001). Repeated exposure of flight phobics to flights in virtual reality. Behaviour Research and Therapy, 39, 1033-1050.
VTplus wird diese Anwendungen – portiert auf eine neue Grafik-Engine – basierend auf einem Kooperationsrahmenvertrag mit der Universität Würzburg zur VR-Forschung und VR-Therapie weiter entwickeln.
VTplus wird diese Anwendungen – portiert auf eine neue Grafik-Engine – basierend auf einem Kooperationsrahmenvertrag mit der Universität Würzburg zur VR-Forschung und VR-Therapie weiter entwickeln.