VTplus verbindet wissenschaftlich fundierte Entwicklung mit klinisch einsetzbaren und regulatorisch anschlussfähigen VR-Systemen für Therapie und Forschung. Im Mittelpunkt stehen dabei übertragbare Systembausteine für klinisch relevante VR-Therapie Anwendungen in der Psychotherapie, Neurorehabilitation und weiteren medizinischen Anwendungsfeldern.
Entwickelt werden unter anderem Anwendungen bei Angststörungen, Suchterkrankungen und Emotionsregulationsstörungen sowie Ansätze zur Behandlung von Depressionen, neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder chronischen Schmerzen. Darüber hinaus werden virtuelle Umgebungen auch in pharmakologischen und psychophysiologischen Studien eingesetzt, etwa zur kontrollierten Induktion von Stress oder zur Untersuchung von Emotionsregulation.
Dazu kooperieren wir mit namhaften wissenschaftlichen und industriellen Partnern sowie renommierten Einrichtungen der Gesundheitsversorgung. Unser interdisziplinäres Team verfügt über langjährige Erfahrung in der Durchführung empirischer Forschung mit Hilfe virtueller Realität und greift auf einen fundierten wissenschaftlichen Hintergrund zurück.
Technologisch kommen dabei Virtual-Reality-Systeme mit Head-Mounted Displays (HMD), PowerWall- oder CAVE-Projektionen zum Einsatz, ergänzt durch Verfahren wie Eye-Tracking, Brain-Computer-Interfaces (BCI) oder KI-gestützte Interventionssteuerungen. Darüber hinaus unterstützt VTplus Forschungsaufbauten mit Stimulationssystemen (zur Ansteuerung olfaktorischer, thermischer, elektrischer oder aerodynamischer Reize), Bewegungssimulatoren sowie bildgebenden Verfahren wie der funktionellen Magnetresonanztomographie (fMRT).
Die daraus entstehenden Technologien werden als wiederverwendbare Plattformmodule entwickelt, die sich über verschiedene klinische Anwendungen, Forschungsumgebungen und digitale Therapieszenarien hinweg einsetzen lassen.
Verbundforschung
Die nachfolgenden Projekte zeigen, wie VTplus neue Technologien gemeinsam mit Universitäten, Kliniken und industriellen Partnern entwickelt, evaluiert und in anwendungsnahe Module überführt. Entscheidend ist dabei der Transfer: Aus Forschung entstehen Schnittstellen, Steuerungsmodule, validierte Szenarien und anwendungsnahe Demonstratoren, die den Ausbau der VTplus Plattform in zusätzliche Indikationen ermöglichen.
Kombination von virtueller Realität (VR) und Brain-Computer-Interface (BCI) zur Therapie chronischer Schmerzen | VirtualNoPain
Bekanntmachung: „Chronische Schmerzen – Innovative medizintechnische Lösungen zur Verbesserung von Prävention, Diagnostik und Therapie“ | Laufzeit 01.07.2020 – 31.12.2023 | FKZ: 13GW0343A.
Projektseite: www.virtual-no-pain.de ››
Projektträger: VDI Technologiezentrum GmbH ››
Partner:
VirtualNoPain verdeutlicht das Potenzial der VTplus Plattform für VR-BCI-gestützte Anwendungen in der Schmerztherapie und unterstreicht die Anschlussfähigkeit an neurowissenschaftliche und telemedizinische Einsatzmöglichkeiten.
Closed-loop Softwaresystem zur Neurorehabilitation nach Schlaganfall durch personalisiertes EEG/EMG-Hirnzustand-gesteuertes Virtual Reality Therapieparadigma | REHALITY
Teilvorhaben: „Erarbeitung eines Neurorehabilitations-System-Demonstrators mit virtueller Realität und EEG-Ansteuerung“ | Laufzeit: 01.04.2019 – 31.03.2022 | FKZ: 13GW0213D
Projektträger: VDI Technologiezentrum GmbH ››
Partner:
REHALITY übertrug die VTplus Kompetenz in immersive VR-Steuerung und Biosignal-Integration auf den Bereich der digitalen Neurorehabilitation und erschloss damit ein relevantes Erweiterungsfeld jenseits der Psychotherapie.
Optimierung der Psychotherapie durch Agentengeleitete Patientenzentrierte Emotionsbewältigung | OPTAPEB
Bekanntmachung: „Interaktive körpernahe Medizintechnik“ ›› | Laufzeit: 01.08.2017 – 28.02.2021 | Förderkennzeichen: 16SV7840
www.optapeb.de ››.
Projektträger: VDI/VDE Innovation + Technik GmbH ››
Partner:
OPTAPEB erweiterte die VTplus Plattform um adaptive Szenariosteuerung, multimodale Datenverarbeitung und Biosignal-nahe Schnittstellen für komplexe, individualisierte Therapieverläufe, interaktive virtuelle Agenten und ein KI-gesteuertes Interventionskonzept.
Entwicklung einer ambulanten Konfrontationstherapie in der Virtuellen Realität für Patienten mit Angststörungen | EVElyn
Bekanntmachung: „Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung„ | Laufzeit: 01.10.2016 – 30.09.2020 | Förderkennzeichen: 13GW0169B
Projektträger: VDI Technologiezentrum GmbH ››
Partner:
Das Projekt EVElyn legte wesentliche Grundlagen für die Weiterentwicklung des mobil einsetzbaren VT+ExpoCart3 Systems, validierte therapeutische VR-Umgebungen und die behördliche Eintragung aktiver Medizinprodukte.
Forschungsprojekte unter Einsatz von VTplus VR Lösungen
Weitere Forschungsprojekte welche VTplus VR Lösungen einsetzen und zugehörige Veröffentlichungen sind auf dem CyberSession.Info Informationsportal ›› dargestellt.
siehe auch: Forschungsprojekte mit VTplus VR-Lösungen ››
Weiterführende Informationen VR-Therapie in Forschung und klinischer Anwendung
Weitere Informationen zu medizinischen Grundlagen, klinischen Anwendungen und Forschungsansätzen finden Sie im Überblick VR-Therapie.
