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Forschung und Entwicklung unter Nutzung Virtueller Realität

Simulationen mit virtueller Realität bieten bei der Durchführung kontrollierter empirischer Forschung viele Vorteile. VTplus steht als Kooperationspartner zur Lösung individueller Fragestellungen der angewandten Forschung, sowie zur Entwicklung individueller Lösungen zur Verfügung. Wir stellen langjährige Erfahrung in der Durchführung empirischer Forschung mit Hilfe von virtueller Realität sowie einen fundierten wissenschaftlichen Hintergrund zur Verfügung. Wir gewährleisten die Beachtung wissenschaftlicher Sorgfalt unter Anwendung der anerkannten Regeln der Technik. Ausgewählte Forschungsprojekte mit VTplus VR-Lösungen › sind unter dem CyberSession.Info Informationsportal › dargestellt.

Zur professionellen Durchführung von Projekten stellen wir Ihnen auf Wunsch zur Verfügung:

  • Verwaltung per Projekt- und Kommunikationssystem
  • Versionierungssystem (SVN oder Git Projekt mit Wiki)

Zur Abwägung der Umsetzungsmöglichkeiten Ihrer Fragestellung stehen wir gerne zur Verfügung.

Forschungsleistungen

  • Einsatz virtueller Welten zur Durchführung empirischer Forschung
  • Umsetzung experimenteller Paradigmen zur Durchführung von hochgradig standardisierten und automatisierten empirischen Studien.
  • Entwurf und Durchführung von VR-Studien

Entwicklungsleistungen

  • VR-Anwendungsentwicklung
  • individuelle Erweiterungen der VR-Simulationssoftware CS-Research
  • Entwicklung von individuellen VR-Inhalten (Modeling, Animation) und virtuellen Umgebungen
  • Entwicklung und Betreuung von VR-Lösungen

Verbundforschungsprojekt OPTAPEB

Projekt:  „Optimierung der Psychotherapie durch Agentengeleitete
Patientenzentrierte Emotionsbewältigung“ (OPTAPEB)

Bekanntmachung: „Interaktive körpernahe Medizintechnik“

MOTIVATION
In Deutschland leiden rund 6,9 Mio. Menschen unter einer klinisch relevanten Angststörung. Die gesellschaftlichen Kosten sind enorm. Darüber hinaus sind Ängste bei fast allen anderen psychischen Störungen eine Begleitkomponente. Es ist daher wichtig, dass die Therapieansätze akzeptiert werden, effektiv und prozessoptimiert sind.

ZIELE UND VORGEHEN
Ein zentrales Element bei der Psychotherapie von Angststörungen ist es, die Betroffenen den Angst auslösenden Situationen auszusetzen. Im Projekt wird ein System entwickelt, das die emotionalen Reaktionen der Klienten während solcher Expositionen multimodal erfasst und daraus durch Datenfusion Parameter extrahiert, die für den weiteren Verlauf relevant sind. Aus diesen Parametern werden Mikrointerventionen abgeleitet, die dem Klienten durch einen virtuellen Agenten in einer intuitiven Interaktion zur Verfügung gestellt werden. Durch die maschinelle Verarbeitung der in zahlreichen Expositionen gewonnenen Datensätze werden Prognosen für erfolgreiche Mikrointerventionen abgeleitet.

INNOVATIONEN UND PERSPEKTIVEN
Die technologische Innovation für den Bereich der Psychotherapie ist durch einen nutzerzentrierten Ansatz in der Entwicklung und durch eine intuitive Interaktion mit einem virtuellen Agenten gekennzeichnet. Dadurch werden die Effektivität und Praxistauglichkeit der psychotherapeutischen Interventionen bei Angststörungen und deren langfristige Wirksamkeit verbessert. Rechtliche und ethische Belange werden dabei ebenso berücksichtigt, wie die Autonomie und informationelle Selbstbestimmung der Klienten.

Verbundforschungsprojekt EVElyn

Projekt: „Entwicklung einer ambulanten Konfrontationstherapie in der Virtuellen Realität für Patienten mit Angststörungen“ (EVElyn)

Bekanntmachung:Medizintechnische Lösungen für eine digitale Gesundheitsversorgung„.

Projektbeschreibung

In Deutschland leiden jährlich mehr als 15% der erwachsenen Bevölkerung an einer Angststörung. Trotz sehr guter Therapieaussichten ist eine flächendeckende Behandlung in Deutschland aktuell noch nicht möglich. Grund dafür ist vor allem der hohe Organisationsaufwand einzelner Therapiesitzungen mit Konfrontationsübungen.

Genau dies soll mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt „EVElyn“ (Förderkennzeichen: 13GW0169B) nun durch den Einsatz hochmoderner Virtual Reality-Techniken für die ambulante Psychotherapie verbessert werden. Anstatt einzelne Sitzungen der Konfrontationstherapie konventionell in realer Umgebung durchzuführen, werden Patienten ihren Ängsten virtuell ausgesetzt. Dazu tragen sie eine Virtual Reality Brille und können über natürliche Bewegungsabläufe mit dem System interagieren. Durch den Einsatz dieser Technik sollen der Therapieaufwand erheblich gesenkt sowie Hemmschwellen abgebaut werden. VTplus arbeitet in einem Konsortium mit Experten in den Bereichen Mensch-Technik-Interaktion (Hochschule Heilbronn, UniTyLab) und Psychotherapie (kbo-Inn-Salzach-Klinikum gemeinnützige GmbH) zusammen. Der Verbund kooperiert zusätzlich mit renommierten Partnern wie den Psychotherapieambulanzen der Universitäten Würzburg, Münster, Bielefeld und dem Zentrum für Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie der Uni-Bochum. Das Projekt wird von der AOK Baden-Württemberg beratend begleitet.

Verbundpartner

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Ansprechpartner

VTplus GmbH: Mathias Müller – Geschäftsführer

Wissenschaftlicher Projektleiter VTplus: Prof. Dr. Jürgen Müller – EVElyn@vtplus.eu

Gesamtkoordinator: Hochschule Heilbronn, Prof. Dr.-Ing. Gerrit Meixner